Dienstag, 1. April 2014

Gekochter Schinken

vor ungefähr 30 Jahren habe ich mal eine Diät gemacht. Bei dieser Diät gab es mehrmals in der Woche gekochten Schinken. Nachdem ich diese Diät ungefähr ein viertel Jahr durchgeführt hatte, konnte ich keinen gekochten Schinken mehr sehen.
Auch heute ist er nicht gerade mein Liebling. Der Schinken, den man hier so zu kaufen bekommt, schmeckt nun ja auch gerade nicht besonders lecker.
Nun hat es mich gewurmt und wollte doch mal ausprobieren, ob ich das nicht besser hin bekomme.

Ich schaute mich mal im Internet um und fand so einige Möglichkeiten den Kochschinken selbst zu machen.

Somit stiefelte ich kurzer Hand los und besorgte mir ein Schinkenstück



Für den Sud habe ich auf 1 Liter Wasser 3 gehäufte EL Pökelsalz, 2 EL Wacholderbeeren, 2 EL Pfefferkörner und einen kleinen Zweig Rosmarin gegeben. Alles aufgekocht und abkühlen lassen.

Das Fleisch habe ich in der Zwischzeit gewaschen und trocken getupft. Mit Küchengarn habe ich ihn dann in Form gebunden, da ich nicht im Besitz einen Kochschinkenform bin. So eine Form ist in meinen Augen auch nicht nötig.


Nachdem der Sud abkühlt war, kam das Fleisch in einen Gefrierbeutel und wurde mit dem Sud übergossen. Der wurde Beutel wurde festverschlossen und so wanderte der Schinken für eine Woche in den Kühlschrank.

Das Fleisch muss vollständig vom Sud unhüllt sein.

Nach dieser Zeit wird das Fleisch aus dem Kühlschrank genommen, aus der Tüte befreit, kurz abgespült, trocken getupft und in einen Bratschlauch gelegt, der an beiden Seiten fest verschlossen wird.

Da ich keinen Dampfgarer habe, heißte ich meinen elektrischen Einwecktopf mit Wasser auf 90 °C hoch und legte das Fleisch für 2 1/2 Stunden in den Siebeinsatz zum garen.
Das Fleisch lässt man nach dieser Zeit noch in dem Bratbeutel auskühlen und legt ihn noch einen Tag in den Kühlschrank zum ruhen.

Das wars dann auch schon. Es ist doch gar nicht so schwer. Arbeit macht es so gut wie keine, man braucht nur etwas Zeit und Geduld



Leider ist das Schneidblatt meiner Aufschnitt zum schärfen und ich hab die Scheiben mit einem Messer abgeschnitten.

Beim nächsten Mal werde ich den Schinken noch etwas kalt räuchern. Ich bin mir nur noch nicht einig ob vor oder nach dem Garen. Dann gibt es auch mehr Fotos.

Es wird bei mir keinen fertig gekaufen Kochschinken mehr geben.

Ideal zur nahenden Spargelzeit.

Kommentare:

  1. Bitte für mich drei Stücke und ein weiches Ei :-)

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    1. wie ich gerad gesehen hab, hattest du heute ein leckeres Frühstück.

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  2. Das ist eine gute Idee für das nahende Osterfest! Mal schauen, ob ich das hinkriege, einen Schinken so schön zu servieren.

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    1. So ein Schinken ist keine Hexerei. Man braucht nur viel Zeit, da er ja einige Zeit in der Lake ziehen muss. Ich stehe dir gerne mit Rat und Tat zur Verfügung

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  3. Wolfgang Schmucker1. April 2014 um 19:15

    das schaut sehr gut aus. werde ich mich auch mal bald dran versuchen!

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    1. Dann würde ich mich über einen Bericht wie er gelungen ist sehr freuen. Ich persönlich mache unseren gekochten Schinken ab sofort selbst.

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