Donnerstag, 14. Juni 2018

Bienenstich

Ein gefüllter Bienenstich ist schon eine Herausforderung.
Wenn man die Mandelkruste durchschneiden will, dann flutscht die Creme an den Seiten einfach weg.

Aber es gibt einen Trick.

Man schneidet einfach die Mandelkruste in entsprechend große Tortenstücke und legt sie stückchenweise auf die Creme. So braucht man nur noch vor dem servieren an den Schnittstellen entlang schneiden und man hat ansehliche und nicht zermatschte Kuchenstücke.

Das Rezept habe ich vom WDR Fernsehen. Die Sendung heißt "Lust auf backen".




Zutaten für den Teig
500 g Weizenmehl (Type 550)
ca. 200 ml kalte Milch
18 g frische Hefe
60 g Zucker
1 Ei
75 g weiche Butter
7 g Salz
Mark einer 1/2 Vanilleschote
1 Msp. abgeriebene Zitronenschale







Für die Florentinermasse
70 g Butter
80 g Zucker
80 g Honig
50 g Sahne
10 g Glucosesirup *(siehe weiter unten)
100 g Mandeln, gehobelt

Sahnefüllung
350 g gekühlte Sahne
3 Blatt Gelatine
1/2 Vanilleschote
30 g Puddingpulver (Vanille)
300 g Milch
1 Eigelb
40 g Zucker
1 Prise Salz

Zubereitung

  • Mehl, kalte Milch, Hefe, Zucker, Ei, Butter, Salz, Vanillemark und Zitronenschale in eine Rührschüssel geben und in der Küchenmaschine 10 Minuten langsam, dann 2 Minuten schnell zu einem glatten Teig kneten 
  • falls nötig, noch etwas Milch oder Mehl dazugeben, um ihn geschmeidiger bzw. trockener zu machen. Der Teig sollte einen leichten Glanz haben 
  • den Teig mit Frischhaltefolie abdecken und 60 Minuten gehen lassen (oder über Nacht im Kühlschrank gehen lassen) 
  • den gegangenen Teig kräftig durchkneten und rund aufrollen (28 cm Durchmesser)
  • für die Florentinermasse Butter, Zucker, Honig, Sahne und Glucosesirup in einen Topf geben, aufkochen und ca. 4 Minuten unter Rühren kochen, bis die Masse ca. 110 Grad heiß ist. Die Mandeln untermischen und den Topf vom Herd ziehen, die Masse etwas erkalten lassen 
  • den Backofen auf 200 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen 
  • einen Backring mit 28 cm Durchmesser mit Backpapier (als Boden) einschlagen und auf ein Backblech stellen oder den Boden einer 28-er Springform mit Backpapier auslegen. Den Rand einfetten
  • den Hefeteig in die vorbereitete Form legen und mit einer Gabel mehrmals einstechen
  • die leicht warme Mandelmasse auf dem Teig verteilen
  • den Teig im vorgeheizten Ofen ca. 20 Minuten goldgelb ausbacken
  • nach dem Backen erkalten lassen und aus dem Ring lösen
  • die Gelatine in kaltem Wasser einweichen
  • Vanilleschote der Länge nach halbieren und das Mark herausstreichen
  • Puddingpulver mit ca. 50 g Milch und dem Eigelb gut vermischen
  • 250 g Milch mit Zucker, dem Vanillenmark und Salz unter Rühren aufkochen
  • unter die kochende Milch das angerührte Pudingpulver rühren, die Masse gut aufkochen und abbinden, dann vonm Herd ziehen
  • die eingeweichte Gelatine ausdrücken und in die heiße Creme einrühren
  • dann die Creme in eine Rührschüssel umfüllen und mit der Küchenmaschine auf kleinster Stufe kalt rühren (auf ca. 25 Grad)
  • die Sahne halbsteif schlagen und 1/3 mit einem Küchenspatel unter die Creme heben, dann die restliche Sahne vorsichtig unterheben
  • den gebackenen Boden längs halbieren
  • die Unterseite in einen Backring setzen
  • die Oberseite mit der Florentinermasse in 12 Kuchenstücke schneiden
  • die Sahnefüllung auf den Boden im Ring streichen, die Kuchenstücke als Deckel daraufsetzen
  • den Bienenstich ca. 2 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen, dann aus dem Ring nehmen und servieren
* Glukosesirup 
Nun noch schnell der Glukosesirup. Man kann ihn natürlich im Lebensmittelgeschäft kaufen oder auch in bestimmten Onlineshops bestellen.
Aber mal ganz ehrlich, muss man ihn kaufen. Er besteht doch nur aus Wasser und Zucker.
Einfach 200 g Zucker, 200 ml Wasser  und einen 1/2 Teel Zitronensäure mischen. Und dann auf ca. 110 °C erhitzen. Zum Temperatur messen benutzt ihr am besten ein Bratenthermometer.
Und immer schön am Herd bleiben. Mein erster Sirup ist braun geworden und dann schmeckt er bitter. Er sollte schon eine helle Farbe haben.







Mittwoch, 23. Mai 2018

Milchbrötchen

Als ich jetzt diesen Post schrieb, dachte ich mir, dass ich diese Brötchen eigentlich mal wieder für meine Enkel backen müsste.
Die Beiden hätten sich in die Brötchen reinlegen können.
Und mal ganz ehrlich, sehen die nicht toll aus.


Man kann die Brötchen auch noch mit Hagelzucker bestreuen. Ich hatte aber keinen zur Hand und sie sind so auch süß genug.

Besonders lecker sind die luftigen Brötchen aus Hefeteig, wenn man sie noch lauwarm genießt.

Die Brötchen bleiben in einem Frischhaltebeutel einige Tage frisch. Vor dem genießen kurz auf dem Toaster erwärmen, lecker.



Zutaten für 12 Brötchen
200 ml + 2 EL Milch
1 Würfel frische Hefe (42 g)
500 g Mehl
70 g Zucker
etwas Salz
2 Eier
100 g weiche Butter
1 Eigelb
1-2 EL Hagelzucker
Mehl für die Arbeitsfläche und Hände
Backpapier

Zubereitung
  • 200 ml Milch lauwarm erwärmen
  • 50 ml davon in eine Schüssel geben, Hefe hineinbröseln und darin auflösen
  • Mehl, Zucker und Salz in einer Schüssel vermengen und in die Mitte eine Mulde drücken
  • Hefemilch in die Mitte geben und mit etwas Mehl vom Rand verrühren
  • zugedeckt ca. 15 Minuten gehen lassen
  • Eier, Butter und übrige Milch zugeben und zu einem glatten teig verkneten
  • Den Hefeteig zugedeckt ca. 1 Stunde an einem warmen Ort gehen lassen
  • nach 1 Stunde sollte der Teig sein Volumen verdoppelt haben
  • den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche kurz verkneten und in 12 Stücke teilen
  • Teigstücke zu runden kleinen Brötchen formen
  • Brötchen dicht nebeneinander auf ein Backblech legen und nochmals ca. 30 Minuten zugedeckt gehen lassen
  • Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze oder 175 °C Umluft vorheizen
  • Eiggelb mit 2 EL Milch verquirlen, die Berötchen damit bestreichen und eventuell mit Hagelzucker bestreuen
  • nun die Brötchen im vorgeheizten Backofen 10 - 13 Minuten goldbraun backen

Dienstag, 22. Mai 2018

Kräuterbutter-Swirrl

Die Idee mit der Kräuter-Butter ist nicht von mir. Ich habe sie bei silkeswelt gemopst. Sie wird es mir hoffentlich verzeihen.


Die Idee fand sehr genial.
Silke hat Bärlauch verwendet, man kann aber auch alle anderen Kräuter nehmen, je nach Lust und Laune. Sie beschreibt auch in ihrem Post, an Stelle von Kräuter getrocknete Tomaten und Tomatenmark verwendet zu haben. Was farblich bestimmt auch sehr interessant ist.
Die Zitronenbutter habe ich, so wie bei Silke beschrieben, allerdings nicht gemacht. Mir war Knoblauch an dieser Stelle lieber.

Zutaten
250 g weiche Butter
25 - 30 g Bärlauch oder andere Kräuter
1 Knoblauchzehe
1 Teel Rapsöl
1/2 Teel Salz
weißer Pfeffer








Zubereitung
  • die weiche Butter in eine Schüssel geben und mit Salz, Pfeffer und Öl vermengen
  • Bärlauch bzw. Kräuter fein hacken
  • Knoblauch schälen
  • 1/3 der Butter in eine zweite Schüssel geben, den Knoblauch dazu pressen und gut verrühren
  • die restlichen 2/3 mit dem Bärlauch bzw. den Kräutern gut vermischen
  • Frischhaltefolie auf dem Tisch ausbreiten und mit einem Teigspatel die Kräuterbutter ca. 3 mm dick zu einem Rechteck verteilen, es sollte die Größe von 20 x 30 cm haben (damit die Frischhaltefolie nicht verrutscht, habe ich sie über ein entsprechend großes Küchenbrett gespannt)
  • nun die Kräuterbutter auf dem Brettchen in den Kühlschrank geben. Aber aufpassen, sie darf nicht zu fest werden
  • nach ca. 10 - 15 Minuten nehmt ihr das Brettchen mit der Kräuterbutter wieder aus dem Kühlschrank und streicht die Knoblauchbutter dünn darauf, es kann ruhig etwas am Rand der Kräuterbutter frei bleiben
  • nun rollt man die Butter von der langen Seite mit Hilfe der Folie, wie bei einer Biskuitrolle, auf.
  • die entstandende Butterrolle lässt man in der Folie und legt sie zum fest werden in den Kühlschrank.
Zu empfehlen ist es natürlich sich einen Vorrat der Kräuterbutter einzufrieren. Dann hat man immer welche rechtzeitig zur Hand.

Donnerstag, 26. April 2018

Schoko-Kokos-Pudding

Das Wochenende naht mit riesen Schritten und ihr braucht noch eine Idee für eine Nachspeise.
Wie wäre es dann mit diesem leckeren Schokopudding.

Die Maisstärke hatte ich nicht zur Hand, darum habe ich sie einfach durch Speisestärke ersetzt.

Schmeckt nach Urlaub



Zutaten für 4 Personen
50 g Zartbitterschokolade
400 ml Kokosmilch
20 g Maisstärke (oder Speisestärke)
1/4 Teel Zimt, gemahlen
8 El Agavendicksaft
1 EL Kakaopulver
1/2 Ananas
2 EL Zitronensaft
1 EL Kokosraspel

Zubereitung:
  • Schokolade fein hacken
  • Kokosmilch in einen Topf geben
  • Stärke darin glatt rühren, Zimt, Kakao und 2 EL Agavendicksaft zugeben
  • unter ständigem Rühren zum Kochen bringen, 2-3 Minuten bei milder Hitze köcheln lassen
  • Topf vom Herd nehmen, Schokolade zugeben und unter Rühren schmelzen 
  • Creme in 4 Schälchen füllen, direkt die Oberfläche mit Klarsichtfolie abdecken und kalt stellen
  • Ananas schälen und die schwarzen Augen entfernen
  • Ananas vierteln, den harten Strunk entfernen und die Viertel in dünne Scheiben schneiden
  • 6 EL Agavendicksaft in einer Pfanne aufkochen, Zitronensaft und Ananasstücke zugeben, offen bei mittlerer Hitze 3-4 Minuten glasieren
  • Schoko-Pudding mit Ananas anrichten und mit Kokosraspel bestreut servieren.


Mittwoch, 25. April 2018

Überbackene Putenschnitzel mit Camembert

Nach der Arbeit hat man oft keine Lust mehr lange in der Küche zu stehen. Aber etwas Warmes soll es auch sein.
Da habe ich eine leckere Alternative.
Birne mit Preiselbeeren zu Wild oder gebackenen Käse ist allen bestimmt bekannt.

Nun ist dazwischen noch ein Putenschnitzel gelandet.

Es ist schnell zubereitet und lecker. Müsst ihr ausprobieren.



Zutaten für 2 Personen
2 Putenschnitzel
Öl
Salz
Pfeffer
150 g Camembert
1 Birne
Butter
Wildpreiselbeeren aus dem Glas

Zubereitung
  • Backofen vorheizen (Ober-/ Unterhitze: 200 °C  / Umluft: 175 °C)
  • Schnitzel waschen, trocken tupfen, quer halbieren und im heißen Öl von jeder Seite ca. 3 Minuten anbraten, mit Salz und Pfeffer würzen und herausnehmen
  • Käse in Scheiben schneiden
  • Birne waschen und in Scheiben schneiden, dabei das Kerngehäuse entfernen
  • Butter in der Pfanne erhitzen und die Birnenscheiben darin ca. 2 Minuten dünsten
  • in eine Auflaufform legen, Schnitzel und Käse darauflegen
  • im heißen Ofen ca. 5-7 Minuten überbacken
  • mit den Preiselbeeren anrichten
Wer mag, reicht noch eine Scheibe geröstetes Brot dazu.

Donnerstag, 19. April 2018

Grüne Soße mit Ei

Lange Zeit war es hier still in diesem Blog. Manchmal gibt es Ereignisse im Leben, die es einem unmöglich machen sich um seine Hobbys zu kümmern. Nun geht es aber wieder aufwärts.

Gekocht wurde trotz allem. Die Rezepte stapeln sich auf dem Schreibtisch und warten darauf abgearbeitet zu werden.

Darum fangen wir jetzt mal an.

Das Wetter ist uns wohl gesonnen. Die frischen Kräuter wachsen jetzt reichlich. Zeit also für grüne Soße.
Selbst die "bessere Hälfte" war begeistert.


Zutaten für 4 Personen
Kartoffeln (festkochend)
Salz
8 Eier
125 g Kräuter für grüne Soße (z.B. Petersilie, Schnittlauch, Kerbel, Sauerampfer, Dill, Borretsch, Kresse, Pimpernelle oder was einem sonst noch so an Kräutern in die Hände fällt)
2 kl. Zwiebeln
1 EL Essig
2 EL Olivenöl
300 g saure Sahne
200 g Vollmilch-Joghurt
Pfeffer
Zucker

Zutaten
  • aus den Kartoffeln je nach Gusto Pellkartoffeln oder Salzkartoffeln kochen, wir haben Pellkartoffeln gewählt 
  • Kräuter waschen, trocken tupfen und fein hacken 
  • Zwiebeln schälen und in feine Würfeln schneiden
  • Essig, Öl, saure Sahne und Joghurt zu den Kräutern geben, mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken
  • Eier in kochendem Wasser wachsweich kochen 
  • Kartoffeln je nachdem pellen oder dämpfen
  • Eier pellen, halbieren und zusammen mit den Kartoffeln und der Soße auf vorgewärmten Tellern anrichten

Ich wünsche guten Appetit


Mittwoch, 7. März 2018

Lauch-Orangen-Gemüse mit gebratenem Saibling

Lust auf Fisch - ja - dann habe ich was leckeres für euch.

Es muss ja nicht immer Fisch aus den Meeren sein. Die Meere sind ja sowieso schon überfischt. Die Süßwasserfische genauso lecker, wie auch gesund.

Wer sich nun nicht traut einen Fisch zu filitieren, der kauft einfach Fischfilet.

Allerdings kann ich für mich behaupten - Übung macht den Meister.

Einfach mit einem scharfen Messer am Rücken einschneiden und entlang der dicken Mittelgreter schneiden.
So sah mein erster filitierter Saibling im November 2013 aus.

So sah das arme Fischlein nach meinem ersten Versucht aus. Der Fisch ist zweimal gestorben.










Und so nun heute



Zutaten für 2 Personen
2 Stangen Lauch
1 Knoblauchzehe
1 Chilischote
1 Stück Ingwer
2 Orangen
1 Schuss Weißwein
1 Schuss Orangensaft
1 EL Zucker
Salz
Pfeffer
Butterschmalz
300 g Fischfilet (Saibling oder Zander)
Korinader oder Petersilie

Zubereitung 
  • Lauch waschen und in Ringe schneiden
  • Knoblauch schälen und fein hacken
  • Ingwer schälen und fein hacken
  • Chilischote entkernen und fein hacken
  • Orangen schälen, filitieren, den Saft dabei auffangen
  • etwas Butter im Wok erhitzen, den Lauch hinzufügen und ca. 5 Minuten anbraten
  • danach Knoblauch, Chili und Ingwer kurz mitrösten, aber nicht verbrennen lassen
  • Zucker dazu geben und alles kurz karamellisieren lassen
  • mit Weißwein ablöschen und einkochen lassen
  • die filitierten Orangen zusammen mit einem Schuss Orangensaft dazugeben
  • kurz weiter köcheln, mit Salz und Pfeffer abschmecken
  • das Saibling-Filet mit Salz und Pfeffer würzen
  • Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen und das Fischfilet darin auf der Haut goldgelb anbraten
  • anschließend nur kurz wenden.
Fischfilet zusammen mit dem Lauchgemüse und Reis anrichten



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